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Pilze
Pilzgifte
Bis vor ca 50 Jahren kannte man noch kaum die verschiedenen Pilzgifte. Man wusste, dass Knollenblätterpilze tödlich giftig sind sowie viele verschiedene Pilze Magendarmbeschwerden und ähnliche Vergiftungserscheinungen auslösen können.
Viele Vergiftungen und Todesfälle wurden lange aber nicht auf einen Pilzverzehr zurückgeführt aus folgenden Gründen:
Alte und verdorbene Pilze oder falsch gelagerte Pilze können ebenfalls eine Vergiftung (Schimmel, Bakterien usw...) hervorrufen. Vor allem eine Eiweiss-Zersetzung von alten Pilzen kann schwere Komplikationen auslösen (Lebensmittelvergiftung).
Die meisten Pilze (auch viele der essbaren) sind roh unverträglich oder giftig (manche sogar sehr giftig).
Abgesehen davon, dass bei Genuss von rohen Wildpilzen eine Fuchsbandwurminfektion möglich ist, weiss man heute, dass viele rohe Pilze hitzelabile Hämolysine (blutauflösende Stoffe), Agaritin (krebserzeugend) usw... enthalten.
Von den über 5'000 verschiedenen Grosspilzarten Europas sind viele Pilze noch unerforscht und es werden immer wieder neue Giftpilze entdeckt.
Die Pilzgifte
Magen-Darm-Gifte (Gastrointestinales Syndrom)
Unter diesem Syndrom werden alle Pilzvergiftungen zusammengefasst, die eine Auswirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben. Es handelt sich hier um die bekannteste und häufigste Pilzvergiftung überhaupt. Die meisten verantwortlichen Toxine sind nach wie vor unbekannt und viele davon sind hitzestabil. Dieser Vergiftungstyp muss andere Pilzvergiftungen ausschliessen, da bei einem Pilzmischgericht ja verschiedene Giftpilze vorhanden gewesen sein könnten (Ein Irrtum kann tödlich verlaufen).
Die Latenzzeit ist meist kurz. Sie beträgt von 15 Minuten bis zu vier Stunden. Typische Symptome: Koliken, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Auch eine erhöhte Sekretion von Speichel und Schweiß kann vorhanden sein. Es können Angst, Kältegefühl und Panikattacken folgen. Nur in seltenen Fällen können diese Vergiftungen lebensbedrohlich werden. Nach ein bis zwei Tagen klingen die Symptome meistens ab.
Verursachende Pilze:
Amanitine (Phalloides-Syndrom)
Die Amanitine sind verantwortlich für die oft tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen "à la" Knollenblätterpilze. Amanitine sind hitzestabil. Kochen und Trocknen der Pilze ändert nichts an deren Giftigkeit. Latenzzeit: 4 bis 48 Stunden. Übelkeit, Erbrechen, wässrige Durchfälle und starke, kolikartige Beschwerden. Nach 12 bis 48 Stunden tritt eine (verhängnisvolle) Besserung ein. Danach folgt die Schädigung der Leber und der Tod tritt nach 4 bis 16 Tagen ein. Durch Lebertransplantationen sind Todesfälle seltener geworden. Wenn die Amanitinvergiftung frühzeitig (Wenn möglich vor der Latenzzeit) diagnostiziert werden kann, wird heute eine Behandlung mit Silybinin (Mariendistel) oft mit Erfolg eingesetzt.
Folgende Pilze enthalten Amanitine:
- Grüner Knollenblätterpilz http://de.wikipedia.org/wiki/Grüner_Knollenblätterpilz
- Kegelhütiger Knollenblätterpilz http://de.wikipedia.org/wiki/Kegelhütiger_Knollenblätterpilz
- Weisser Knollenblätterpilz (Frühlingsknollenblätterpilz) http://de.wikipedia.org/wiki/Frühlingsknollenblätterpilz
- Gifthäubling (Nadelholzhäubling) http://de.wikipedia.org/wiki/Gifthäubling
- Fleischbräunlicher Giftschirmling http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/11155.html
Nach Flammer/Horak verursachen das phalloide Syndrom ausserdem folgende Pilze:
- Lepiota brunneolilacea/Lilabrauner Sand-Schirmpilz
- Lepiota citrophylla/Gewächshaus-Schirmling
- Lepiota clypeolaria/Wolliggestiefelter Schirmling
- Lepiota heimii/Schuppenloser Schirmling
- Lepiota helveola/Fleischrötlicher Schirmling
- Lepiota josserandii/Weinrötlicher Schirmling
- Lepiota pseudohelveola/Rosastieliger Schirmling
- Lepiota subincarnata/Rosaroter Stinkschirmling
- Galerina autumnalis/Überhäuteter Häubling
- Galerina badipes/Braunfüßiger Häubling
- Galerina beinrothii/Silberstieliger Häubling
- Galerina sulciceps/Gewächshaus-Häubling
- Galerina unicolor/Trichterigberingter Häubling
- Pholiotina filaris/Kleiner Glockenschüppling
Orellanin (Orellanus-Syndrom)
Bei diesem Syndrom ist die lange Latenzzeit typisch. Orellanin ist das Haupttoxin und ein klassisches Nierengift. Latenzzeit: Tage bis Wochen! Appetitlosigkeit, starker Durst, Polyurie (krankhaft erhöhte Urinausscheidung), Erbrechen, Übelkeit, Diarrhoe, Schmerzen im Lendenbereich bis zur Nierenzerstörung. Tödlicher Verlauf, wenn nicht rechtzeitig in Behandlung! Wie bei Amanitin ändert trocknen oder abkochen der Pilze nichts an deren Giftigkeit!
Folgende Pilze enthalten Orellanin:
- Orangefuchsiger Rauhkopf http://de.wikipedia.org/wiki/Orangefuchsiger_Raukopf
- Cortinarius speciosissimus/Spitzgebuckelter Rauhkopf
- Cortinarius gentilis/Goldgelber Rauhkopf
- Cortinarius splendens/Schöngelber Klumpfuss
Es wird vermutet, dass noch andere Cortinariuspilze Orellanin enthalten. Die ganze Gattung ist desshalb zu meiden.
Gyromitrin (Gyromitrin-Syndrom)
Eine Gyromitrinvergiftung wird hauptsächlich durch die Frühjahrslorchel ausgelöst. Bis vor ca 20 Jahren glaubte man, dass Gyromitrin 100% hitzelabil sei. Die Frühjahrslorchel wurde getrocknet als Marktpilz verkauft. Doch weder das Trocknen noch das Abkochen zerstören das Gyromitrin vollständig. Ein kurz aufeinander erfolgter Genuss gyromitrinhaltiger Pilze kann eine tödlich verlaufende Vergiftung auslösen.
Folgende Pilze enthalten Gyromitrin:
- Frühjahrslorchel http://de.wikipedia.org/wiki/Frühjahrs-Giftlorchel
- Gyromitra gigas/Riesen-Lorchel
- Gyromitra infula/Bischofsmütze
und andere Gift-Lorchelarten
- Sarcosphaera crassa/Kronenbecherling
- Cudonia circinans/Helmkreisling
unter Verdacht stehen ausserdem Lorchelarten der Gattung "Helvella" und Gallertkäppchen (Leotia).
Muscarin (Muscarin-Syndrom)
Diese Vergiftung wird fälschlicherweise immer wieder dem Fliegenpilz (Amanita muscaria) zugesprochen. Muscarin wurde ursprünglich beim Fliegenpilz entdeckt, so erhielt er auch den Namen. Beim Fliegenpilz ist aber nicht das Muscarin das Hauptgift.
Es gibt Pilzarten, welche eine bis zu 200 mal grössere Konzentration an Muscarin haben als der Fliegenpilz.
Muscarinvergiftungen werden durch Trichterlinge und Risspilze ausgelöst. Latenzzeit: Wenige Minuten bis 2 Stunden.Typische Symptome sind Sehstörungen, Tränen-/ Speichelfluss und starke Schweißsekretion. Hinzu kommen Erbrechen, Durchfall, Magen-Darm-Störungen, Zittern, Kopfschmerzen. Bei starken Vergiftungen verlangsamt sich der Puls (Bradykardie) und der Blutdruck fällt ab. Es kommt manchmal zu Atemnot durch Verengung der Atemwege und zu Angstgefühlen und Panik. Starke Vergiftungen dauern bis zu 24 Stunden und können lebensbedrohliche Formen (Lungenversagen und Kreislaufkollaps) annehmen. Als Gegengift zu Muscarin wird oft Atropin verabreicht.
Folgende Pilze verursachen Muscarinvergiftungen:
- Ziegelroter Risspilz http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegelroter_Risspilz
- Kegeliger Risspilz http://de.wikipedia.org/wiki/Kegeliger_Risspilz
- Inocybe fibriosa/Weisser Risspilz
- Inocybe dulcamara/Olivgelber Risspilz
- Inocybe geophylla/Seidiger Risspilz (Erdblättriger Risspilz)
- Inocybe umbrina bzw. assimilata/Weissknöllchen Risspilz (Büscheliger Risspilz)
und weitere Risspilze
- Diverse Trichterlinge http://de.wikipedia.org/wiki/Trichterlinge
- Clitocybe phyllophila/Bleiweißer Trichterling
- Clitocybe candicans/Wachsstieliger Trichterling
- Clitocybe dealbata/Feldtrichterling
- Clitocybe ericetorum/Heidetrichterling
- Clitocybe phyllophilia/Streuliebender Trichterling
- Clitocybe fragnans/Rinnigbereifter Trichterling
und weitere Trichterlinge
- Mycena pura/Rettich-Helmling
Ibotensäure/Muscimol/Muscazon (Pantherina-Syndrom)
In den folgenden Pilzen ist Muscarin nur in sehr geringen Mengen enthalten. Die Hauptgifte sind die Ibotensäure, das Muscimol und das Muscazon. Nur die Ibotensäure ist in den Pilzen nachweisbar. Die beiden anderen Toxine enstehen aus der Ibotensäure durch Decarboxylierung oder Photochemie (beides chemische Reaktionen, welche durch die Erhitzung bzw. die Nahrungsaufnahme entstehen). Muscimol hat die fünf bis zehnfache Wirkstärke der Ibotensäure und hemmt vor allem die motorischen Funktionen.
Latenzzeit von 30 Minuten bis zu drei Stunden. Sprachstörungen, Koordinationsstörungen der Bewegungen, Sehstörungen, motorischer Unruhe und Verwirrung, Gleichgültigkeit, Euphorie, Depressionen und Ängste. Häufig ist ein Tremor (Zittern) und klonische Krämpfe (Spannung mit Erschlaffung in schneller Folge) zu beobachten. Die Betroffenen fallen dann in eine Art Tiefschlaf, aus dem sie nach 10 bis 15 Stunden wieder erwachen. Sie haben keine Erinnerung an das Geschehen. In wenigen Fällen kommt es zu Spätfolgen wie Ermüdbarkeit, Gedächtnisschwäche und Interessenlosigkeit. Starke Vergiftungen können mit Atemstillstand und Kreislaufkollaps zum Tode führen.
Drogenversuche mit Fliegenpilz oder Pantherpilz (dieser ist um ein vielfaches giftiger!) sind wie ein russisches Roulette, da je nach Standort die Giftkonzentration der Pilze sehr stark variiert!
Folgende Pilze verursachen das Pantherina-Syndrom:
- Fliegenpilz http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegenpilz
- Königsfliegenpilz http://de.wikipedia.org/wiki/Königsfliegenpilz
- Pantherpilz http://de.wikipedia.org/wiki/Pantherpilz
- Narzissengelber Wulstling http://de.wikipedia.org/wiki/Narzissengelber_Wulstling
Antigen-Antikörper-Reaktion (Paxillus-Syndrom)
Dieses Syndrom ist erst seit relativ kurzer Zeit bekannt. Es ist vom gastrointestinalen Syndrom und vom Verzehr roher Pilze abzugrenzen. Es handelt sich nicht um eine typische Pilzvergiftung, sondern um eine immunhämolytische Anämie (Zerstörung der roten Blutkörper durch die eigenen Abwehrzellen). Das auslösende Antigen ist bis heute nicht bekannt.
Latenzzeit: Nach mehrmaligem Genuss (auch über Jahre!) treten 15 Minuten bis 2 Stunden nach der letzten Malzeit folgende Symptome auf: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Koliken bis zu einem Kreislaufkollaps. Ein leukämieähnliches Krankheitsbild mit dem Zerfall der roten Blutkörperchen folgt und kann zum Tode führen.
Folgende Pilze verursachen das Paxillus-Syndrom:
- Kahler Krempling http://de.wikipedia.org/wiki/Kahler_Krempling
Andere Kremplinge stehen auch unter Verdacht!
Rhabdomyolyse (Equestre-Syndrom)
Auslöser des Syndroms ist ein unbekanntes Myolysin. Diese Pilzvergiftung ist erst seit kurzer Zeit bekannt. Auslöser ist der Grünling (Tricholoma equestre), welcher bis vor ein paar Jahren noch als Speisepilz galt.
Nach wiederholtem Verzehr der Pilze innerhalb von ein paar Tagen treten nach 1-3 Tagen nach der letzten Mahlzeit folgende Symptome auf: Müdigkeit, Muskelschwäche und Muskelschmerzen. In den folgenden Tagen werden die Symptome stärker, der Urin färbt sich braun (ausgeschiedenes Muskeleiweiss). Bei starken Vergiftungen kann der Verlauf über Atemnot (Befall der Zwerchfellmuskulatur) bis zum Tode (Befall der Herzmuskulatur) führen.
Folgende Pilze verursachen das Equestre-Syndrom:
- Grünling http://de.wikipedia.org/wiki/Grünling_%28Pilz%29
Bis jetzt ist unbekannt, ob andere Pilze dieses Syndrom auch auslösen können.
Coprin (Coprinus-Syndrom/Antabusreaktion)
Unter dem Coprinus-Syndrom werden Vergiftungen zusammengefasst, die im Zusammenhang mit Pilzen und Alkohol entstehen. Schon der Genuss von kleinsten Mengen an Alkohol, 24 Stunden vor bis zu 72 Stunden nach der der Mahlzeit, löst dieses Syndrom aus. Das in den meisten Fällen verantwortliche und nachgewiesene Pilzgift "Coprin" verhindert als Hemmer der Acetaldehyddehydrogenase den Abbau von Azetaldehyd zu Acetat. Die starke Anhäufung des Azetaldehyds verursacht dann die Symptome.
Latenzzeit: Minuten bis 72 Stunden nach der Pilzmahlzeit. Hitzegefühl, starke Rötung im Gesicht, am Hals und Nacken, der Brust und manchmal am ganzen Körper. Metallischer Geschmack, Jucken in Armen und Beinen, Herzklopfen und Tachykardie (Herzrasen). Weiter können Kopfschmerzen, Engegefühl, Dyspnoe (Atemnot), Ängste, Schwindel, Zittern, Herzrhythmusstörungen, Schweißausbrüche, kollaptische Zustände und Blutdruckabfall auftreten, selten auch Übelkeit und Erbrechen. Meistens bilden sich die Symptome nach 1 bis 4 Stunden zurück. Der Verlauf kann je nach Person und Gesundheitszustand auch lebensgefährlich werden.
Folgende Pilze verursachen das Coprinus-Syndrom:
- Falten-Tintling http://de.wikipedia.org/wiki/Faltentintling
- Keulenfüßiger Trichterling http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/KeulenfuessigerTrichterling.htm
- Ochsen-Röhrling http://de.wikipedia.org/wiki/Ochsen-Röhrling
- Netzstieliger Hexen-Röhrling http://de.wikipedia.org/wiki/Netzstieliger_Hexen-Röhrling
Der Glimmertintling (Coprinus micaceus) und andere Tintlinge stehen ebenfalls unter Verdacht, Coprin zu enthalten.
Psilocybin/Psilocin (Psilocybin-Syndrom)
Oft handelt es sich hier um beabsichtigte "Vergiftungen", da die Wirkung von Psilocybin der Wirkung von LSD (Mutterkornzpilzderivat) ähnelt. Psilocybin wirkt vor allem auf das Nervensystem.
Latenzzeit: 15 Minuten bis 4 Stunden. Symptome: Schwindel, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Hypotonie (Blutdruckabfall), Bradykardie (Verlangsamter Puls), Hyperpyrexie (überhöhte Körpertemperatur), Taubheitsgefühl, Ameisenlaufen, Bewusstseinsstörungen bis Bewusstlosigkeit. Je nach psychischer Verfassung und Stimmungslage kann es von Glücksgefühlen, Lachen, Halluzinationen, erotischen Gefühlen, verändertes Empfinden von Raum und Zeit bis zu Verlust des Persönlichkeitsgefühls, Angst, Depressionen, Wutanfälle, Aggressionen, Verfolgungswahn und Panik kommen. Nach sechs bis zehn Stunden ist die Wirkung abgebaut. Meist sind keine Spätwirkungen zu erwarten. Länger anhaltende psychische Störungen, Suizidabsichten, wiederholte Panikattacken usw.. sind aber bekannt.
Pilze, die das Psilocybin-Syndrom auslösen:
- Spitzkegeliger Kahlkopf http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzkegeliger_Kahlkopf
Verschiedene andere Kahlköpfe (Psilocybe-Arten) und Düngerlinge (Panaeolus-Arten) enthalten Psilocybin.
Weltweit gibt es mehr als 180 Arten (einige davon in Europa), welche Psilocybin enthalten. Auch unter den folgenden Gattungen gibt es psilocybinhaltige Pilze: Gymnopilus (Flämmlinge), Hypholoma (Schwefelköpfe), Inocybe (Risspilze), Pluteus (Dachpilze), Conocybe (Samthäubchen), Gerronema (Trichterchen, Nabelinge), Agrocybe (Ackerlinge), Galerina (Häublinge) und Mycena (Helmlinge).
Da diese Pilze eigentlich nicht mit essbaren Pilzen verwechselt werden können (die Ausnahme bestätigt die Regel), ist eine unbeabsichtigte Vergiftung selten. Gefährlich wird es für Personen, welche absichtlich psilocybinhaltige Pilze sammeln wollen und zu sich nehmen. Die Verwechslungsgefahr mit weitaus gefährlicheren Pilzen (auch tödlich giftigen Pilzen) ist sehr gross.
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In den letzten Jahren wurden verschiedene Pilze neu als giftig entlarvt:
Clitocybe nebularis - Nebelkappe, Nebelgrauer Trichterling: Da man eine genschädigende Substanz in ihm gefunden hat, gilt er als Giftpilz! http://de.wikipedia.org/wiki/Nebelgrauer_Trichterling
Lyophyllum connatum - Weisser Rasling: Ebenfalls dieser Pilz enthält Erbgut schädigende Gifte und sollte dringendst gemieden werden. http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/002/00147-weisser-Rasling/FM00147-weisser-Rasling.html
Clitocybe amoenolens - Wohlriechender bzw. Parfümierter Trichterling: Wie beim japanischen Bambustrichterling (Clitocybe Acromelalga) verursacht der Wohlriechende Trichterling die gleiche Vergiftung (Acromelalga-Syndrom): Besonders nachts auftretende, starke Schmerzen mit Rötungen und Schwellungen (Hält Stunden bis Wochen an)! http://de.wikipedia.org/wiki/Parfümierter_Trichterling
Amanita proxima - Ockerscheidiger Eierwulstling: Nach einer Latenzzeit von ca 13 Stunden ist ein gastrointestinales Pilzsyndrom mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu erkennen. Nach ca 2 Tagen kommt es zu einem schweren Nierenversagen.
http://www.gifte.de/Giftpilze/amanita_proxima.htm
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